Agaporniden - Unzertrennliche

In dieser Bildergalerie sehen Sie meine derzeit gehaltenen Vogelarten. Bei Klick auf das jeweilige Bild sind weitere Informationen verfügbar.

Der Halsbandsittich (Psittacula krameri krameri) Halsbandsittich Der Schönsittich (Neophema pulchella) Schönsittich Der Wellensittich (Melopsittacus undulatus) Wellensittich Unzertrennliche (Agapornis) Agaporniden

Die Unzertrennlichen (Agapornis) sind die kleinsten Papageien (Psittacidae) der Erde und gehören zur Unterfamilie der Edelpapageien (Psittaculinae). Das Paarverhalten (Kuscheln, Pflegen usw.) hat ihnen den Namen (Liebesvögel oder Unzertrennliche) eingebracht bzw. im englischsprachigen Raum „Lovebirds“. Sie beeindrucken durch ihr liebevolles, interessantes und aufgewecktes Wesen.

Heimat, Entdeckung und Verbreitung

Pfirsichköpfchen (Agapornis fischeri)

Unzertrennliche kommen wild im tropischen Afrika vor. Die Art Grauköpfchen (Agapornis cana) ist verbreitet in Madagaskar, den Komoren und Seychellen. Agapornis zählen zu den typischen Papageienvertretern der Afrotropis. In den trockenen Gebieten der Sahelzone und der Kalahari, ebenso wie im Großteil der Republik Südafrika fehlen sie weitestgehend.

Agapornis sind zwischen 13 und 18 cm lang, alle Arten sind kurzschwänzig. Das Gefieder der Ursprungsform ist überwiegend grün oder gelbgrün. Am Kopf sind diese Kleinpapageien auffällig farbig. Diese Färbung gibt den meisten Arten den Namen. Mutationen führten in den letzten Jahren zu schönen Farbvarianten. Einige Arten (Pfirsich- und Schwarzköpfchen, Ruß- und Erdbeerköpfchen) haben einen auffälligen weißen Augenring.

Es gibt kaum geschlechtsspezifische Unterschiede, an denen Hahn (Männchen) oder Henne (Weibchen) eindeutig zu unterscheiden sind. Sicherheit liefert nur ein DNA-Test, z.B. über eine Federprobe.

Folgende eigenständige Arten sind bekannt:

Es existieren auch Mischformen, z.B. zwischen Schwarz- und Pfirsichköpfchen. Ungewiss ist, ob die Verpaarung unterschiedlicher Arten miteinander Sinn macht. Eine Einschätzung, ob diese Nachzuchten das gewünschte Ziel hervorbringen, insbesondere die Jungtiere mit einem vitalen Genpool ausstattet, ist nicht ohne weiteres möglich.

Lebenserwartung: 10 bis 18 Jahre

Haltung, Unterbringung ... so fühlen sie sich am wohlsten

Pfirsichköpfchen (Agapornis fischeri)

Grunsätzlich ist eine rechteckige Form, mit grosser Grundfläche zu bevorzugen. Als absolutes Minimum für die Haltung von 2 Vögeln sehe ich eine Größe von 80 x 50 x 50 cm (B x H x T) an - ein täglicher Freiflug wird empfohlen.

Laut TVT (Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.) sollte die Käfiggröße bei einer Haltung von bis zu 3 Paaren eine Grundfläche von mindestens 200 cm x 60 cm und eine Höhe von mindestens 150 cm aufweisen.

Gerade Unzertrennliche sind nicht allein zu halten - nur paarweise Unterbringung. Hierbei spielt es keine Rolle, ob man ein Pärchen oder zwei gleichgeschlechtliche Tiere hält. Stirbt ein Partner, so ist es notwendig einen neuen Lebensgefährten zu beschaffen. Die zärtlichen Tiere verkümmern alleine und ihr aufgeschlossenes und geselliges Wesen geht verloren.

Agas ernähren sich von Grassamen, Beeren, Früchten, Mais, Sonnenblumenkernen (nicht zu viel, weil fetthaltig), Hirsesorten, Hafer, Weizen und in der Brutzeit sogar von Insekten. Hafer in geschältem Zustand verabreichen, jedoch an gut genährte Vögel nur sparsam verfüttern. Der hohe Vitamin E und B1 Gehalt des Hafers ist hervorragend für die Brut und Jugendmauser der Unzertrennlichen geeignet.

In der Ernährung darf Grünfutter nicht fehlen, z.B. Petersilie, Karotten, Vogelmiere (gut zerkleinern), Gurken, Äpfel, Pfirsiche, Birnen, Tomaten, usw. Geben Sie Obst und Gemüse alle 2-3 Tage.

In den Sommermonaten ist darauf zu achten, dass Futterreste von Obst und Gemüse regelmäßig aus dem Käfig entsorgt werden, weil sich schnell Schimmelpilze bilden oder der Gärprozess bei Obst einsetzt. Des Weiteren bleiben die Vitamine nur bei frischer Kost unbeschadet und können so ihre Wirkung entfalten.

Alle Papageien und Sittiche benötigen für den Verdauungsprozess natürlich Vogelsand, Grit, Sepiaschalen und Kalksteine. Hierbei darauf achten, dass die Steinchen nicht zu scharfkantig sind.

Die Zucht

Die Jugendmauser beginnt im Alter von sechs bis sieben Monaten. Mit ca. 10 Monaten sind Agaporniden geschlechtsreif. Für den Start zur ersten Zucht empfehle ich ein Mindestalter von 11 Monaten, besser 1 Jahr.

Unzertrennliche brüten in Höhlen von Baumstämmen und Astlöchern und einige Arten auch in Mauernischen. Die meisten Agaporniden bauen im Gegensatz zu anderen Papageien zusätzlich ein Nest. Das Weibchen baut dieses alleine und legt 3-5 weiße Eier, wobei die Eiablage aller 2 Tage erfolgt. In der Regel brütet die Henne ab dem 3 Ei fest.

Als durchschnittliche Brutdauer können 23 Tage angenommen werden. Beim Schlupf ist es auch entscheidend, ab wann das Weibchen fest gebrütet hat.

Die Küken sind mit 6-7 Wochen vollbefiedert und flügge. Das Männchen füttert nach dem ausfliegen noch etwa 2-3 Wochen lang.

Unzertrennliche brüten bei ausreichender Nahrungsgrundlage oft mehrmals hintereinander. Mehr als 2 Bruten pro Jahr sind nicht sinnvoll.

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